Leider ist die 3D-Präsentation in Museen noch etwas ein Stiefkind.
Und das obwohl eigentlich gerade hier versucht werden sollte, den Besucher
zu begeistern und ihm neue Perspektiven der Welt und Historie zu vermitteln.
Um die Jahrhundertwende, als es noch keinen Film und kein Fernsehen
gab, war die Betrachtung von 3D-Bildern die Chance, sich ein realistisches
Bild von der Welt zu machen. Dementsprechend hatte jeder wohlhabendere
Haushalt einen Betrachter mit verschiedenen Serien von Karten. Diese
werden heute Antiquitäten gehandelt und ich besitze eine goße
Anzahl, vor allem von Deutschland in meinem Archiv. Gerade für
ein Heimatmuseum ist es schön, wenn die Besuchern die Stadt kennenlernen
können, wie sie vor 100 Jahren ausgesehen hat. Aber auch von historischen
Ereignissen, Persönlichkeiten und technischen Errungenschaften
gibt es eindrucksvolle Aufnahmen, die bisher noch nie präsentiert
wurden.
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Erfassung der jüdischen Bevölkerung
1939 in Polen mit dem Ziel der Internierung und Tötung
(Bild Schönstein-Archiv, Deutsches Historisches Museum in
Berlin)
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Augsburg nach dem Krieg
(Bild Schönstein-Archiv, Deutsches Historisches Museum
in Berlin)
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Montage von Rollei-Kameras
(Bild: Schönstein-Verlag)
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(zum Betrachter der Aufnahmen benötigen Sie eine Anaglyphenbrille,
die ich Ihnen gerne zusende - kohler
(at)3d-historisch.de)
Es gibt verschiedene Arten solche Aufnahmen zu präsentieren:
| Mit historischen Betrachtungsgeräten oder Nachbauten von
solchen. Hier ist besonders das Kaiser-Panorama im Stadtmuseum von
München zu erwähnen. Bei der aktuellen Jubiläumsausstellung
zum 50. Geburtstag Baden-Württembergs: "Mit 100 Sachen
durch die Landesgeschichte" ist eine Station ein ca. 80 Jahre
alter Durchlaufbetrachter mit Repros von historischen Aufnahmen.
Ich selbst bin Mitglied im Förderverein für Kaiser-Panoramen
e.V., so daß ich Sie hier sicherlich gut beraten kann. |
| Auch mit neuen Diabetrachtern lassen sich interessante Sehwände
oder visuelle Irrgarten gestalten. |
| Die nächste Möglichkeit ist, historische Aufnahmen als
Anaglyphenbilder zu präsentieren, wie das auch hier auf meiner
Homepage geschieht. Relativ preisgünstig lassen sich so eindrucksvolle
3D-Shows erstellen. Diese werden als PowerPoint-Präsentation
über einen Computermonitor dem Besucher gezeigt oder auch von
einem Beamer an eine weiße Wand projiziert. Auch eine interaktive
Benutzerführung mit einem Touch-Screen-Monitor ist problemlos
realisierbar. Die Aufnahmen können als Postkarten verkauft
oder auch in Bücher und Prospekten verwendet werden. |
| 3D-Shutterbrillen in Verbindung mit Computerpräsentation
sind ebenfalls eine Möglichkeit. In diese Technik habe ich
mich noch nicht eingearbeitet, so daß ich sie hier an einen
Kollegen weiterverweisen würde. |
| Die letzte und sicherlich eindrucksvollste Möglichkeit ist
eine Multivisions-3D-Dia-Show. Mit der gleichen Technik wie in den
IMAX-Kinos werden Stereoaufnahmen mit Musik und Text präsentiert.
Schon eine Leinwandgröße von 3 x 4 m bietet ein faszinierendes
Seherlebniss. Der Besucher taucht ein in eine völlig andere
Welt. Bei der Ausstellung "Zirkel, Zangen und Cellon"
im Sommer 1999 im Zeppelin Museum in Friedrichshafen wurden historische
Stereoaufnahmen vom Bau der Zeppelin-Luftschiffe den Besuchern in
einem solchen 3D-Kino präsentiert. Man hatte den Eindruck,
mitten in der Zeppelin-Halle zu stehen und sah jede Rippe und jeden
Spanndraht in voller Größe. |
Ich freue mich über Ihre Anfrage: